Am 21. Oktober verstarb das Verbandsehrenmitglied Herbert Wieden im Alter von 92 Jahren.
Erst vor kurzem war er zur Legende des Brieftaubensports ernannt worden.
Herbert Wieden hatte die Begabung zur Zucht in die Wiege gelegt bekommen. Nicht nur als Brieftaubenzüchter ist er eine Legende, auch als Geflügelzüchter war er exzellent. Die Bergischen Schlotterkämme, schwarz-weiß gedobbelt, haben ihm in Fachkreisen zu Weltruhm verholfen. Der BDRG zeichnete ihn für seine züchterischen Leistungen verdientermaßen mit der silbernen Verdienstmedaille des Bundes aus.
Herbert Wiedens Karriere im Brieftaubenwesen begann 1958 und die Erfolge sind spektakulär: Olympia-Teilnehmer, Deutscher Meister, unzählige RV-, KV- und Bezirks-Meisterschaften, von ersten Preisen gar nicht zu sprechen.
Seinen Ruhm begründete das „Goldene Zuchtpaar“, der Horemans-Vogel B 68-6483833 mit der van Hove-Täubin B 68-6745532. Daraus erwuchs ein Stamm, dem Herbert Wieden trotz aller Moderassen stets treu geblieben ist. Wer kennt sie nicht, die schwarzen und die roten Wiedens!
Herbert Wieden war bereits in den 1970er-Jahren stellvertretender Vorsitzender des 6. Bezirks, Vorsitzender des KV 24 (später 27) und 10 Jahre lang Vorsitzender im RegV 405 „Bergisch-Land“ sowie stellvertretender Vorsitzender im ständigen Sportausschuss des Verbandes. Er war der Typ, der auch mal Unangenehmes zur Sprache gebracht hat. Keiner, der sich verbiegen ließ. Charaktervoll wie seine Tiere.
Herbert Wiedens Liebe zum geschriebenen Wort kam von seinem Großvater. In seinen Beiträgen in der „Brieftaube“ brachte er regelmäßig viele Dinge auf den Punkt und verhalf damit den Lesern zu einer steten Vertiefung ihres Wissensstandes.
Wir müssen uns von Herbert Wieden, dem Grandseigneur des Brieftaubenwesens, verabschieden. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen.








